Paradise Valley ist das, was man an einem Flat-Tag macht. Du fährst von Aourir ins Landesinnere, nach ein paar Minuten ist die Küste weg, die Straße windet sich durch Arganbäume und kahle rote Hügel nach oben, und dann geht es runter in eine Schlucht voller Palmen mit türkisfarbenen Becken ganz unten. Es sieht tatsächlich so aus, wie der Name verspricht, und das passiert fast nie.
Anfahrt
Das Tal liegt an der Straße Richtung Imouzzer Ida Outanane, landeinwärts von Aourir. Ab Taghazout rechnest du mit ungefähr einer Stunde Fahrt. Das letzte Stück ist holprig, also lass dir Zeit.
- Taxi: Ohne Auto am einfachsten. Ein Fahrer bringt dich hin, wartet und fährt dich zurück. Mach den Preis vor der Abfahrt aus. Rechne mit etwa 300 bis 500 Dirham für Hin- und Rückfahrt inklusive Warten, je nachdem, wie gut du handelst und welche Saison gerade ist.
- Sammeltaxi: Die günstige Variante. Fahr mit dem Bus oder Sammeltaxi nach Aourir und nimm dort ein Sammeltaxi hoch ins Tal, das kostet ein paar Dutzend Dirham pro Platz. Klappt, aber am späten Nachmittag kann die Rückfahrt dauern. Fahr früh los.
- Tour: Fast jedes Surfcamp und Gästehaus kann dir eine buchen, meistens für 250 bis 400 Dirham pro Person mit Mittagessen.
- Roller oder Auto: Beides kannst du in Taghazout problemlos mieten. Die Straße ist bis zum letzten Stück gut.
Wie es dort ist
Vom Parkplatz läufst du etwa eine halbe Stunde in die Schlucht, über Felsen, die stellenweise rutschig sind. Dann öffnet sie sich zu einer Reihe von Felsbecken unter Palmen. Die Leute schwimmen, liegen auf den warmen Steinen und springen von den Felsvorsprüngen in die tieferen Becken. An kleinen Ständen gibt es frischen Orangensaft und Snacks, und ein paar einfache Restaurants machen Tajine und Salate.
Eintritt kostet es keinen. Nur fürs Parken an der Schranke zahlst du ein paar Dirham.
Wann du hinfahren solltest
- Am schönsten ist der Frühling, etwa März bis Juni, dann ist Wasser in den Becken und es ist nicht zu heiß.
- Nach Regen sind die Becken voll und das Tal ist am grünsten.
- Im Spätsommer ist in den Becken manchmal wenig Wasser und die Hitze ist brutal.
- Fahr früh. Die Tourgruppen kommen gegen späten Vormittag, und sonntags ist es voll mit Familien aus der Gegend. Unter der Woche vor zehn hast du vielleicht ein Becken ganz für dich.
Bitte lies das hier
- Check die Tiefe, bevor du springst. Der Wasserstand ändert sich übers Jahr. Ein Becken, das im April tief war, kann im September flach sein.
- Sturzfluten gibt es wirklich. Im Winter kann das Wasser nach starkem Regen in den Bergen schnell steigen. Wenn es braun ist oder steigt, geh nicht rein. Bei heftigem Regen wird die Straße manchmal komplett gesperrt.
- Nimm deinen Müll wieder mit. Das Tal ist nur deshalb so schön, weil die Leute das tun.
Was du mitnehmen solltest
Schuhe, in denen du laufen und klettern kannst (Wasserschuhe sind ideal), Badesachen, ein Handtuch, mindestens anderthalb Liter Wasser, Sonnencreme, einen Hut, Bargeld und eine Tüte für deinen Müll. Ein Picknick ist auch eine gute Idee.
Wenn du weiterfährst
Etwa fünfzehn Kilometer weiter die Straße hoch liegt das Dorf Imouzzer Ida Outanane mit Wasserfällen, die einen Teil des Jahres Wasser führen, meistens vom späten Winter bis in den Sommer. Der Weg nach unten ist steil. Stell dich darauf ein, dass dir inoffizielle Guides ziemlich hartnäckig ihre Hilfe anbieten. Der Wochenmarkt in Imouzzer ist donnerstags, und die Gegend ist für ihren Honig bekannt.
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