Um in Taghazout oder Tamraght zu wohnen, brauchst du kein Auto. Zum Strand läufst du, Busse und Taxis decken die Küstenstraße ab, und in den Dörfern ist Parken eine Qual. Aber wenn du dem Swell bis nach Boilers und Imsouane hinterherfahren oder ins Paradise Valley willst, wann es dir passt, macht ein Auto oder Roller für ein paar Tage einen riesigen Unterschied.
Ein Auto mieten
- Wo: Am einfachsten holst du es am Flughafen Agadir ab. Viele lokale Vermieter bringen es dir auch direkt zum Guesthouse.
- Preis: Ein kleiner Kleinwagen kostet bei den Vermietern vor Ort meistens etwa 20 bis 40 Euro am Tag. Auf Buchungsportalen siehst du manchmal deutlich weniger, wenn du früh buchst oder eine Woche mietest. Im Winter und in den Schulferien wird's teurer.
- Versicherung: Schau genau, was wirklich drin ist. Die Basisversicherung hat oft eine hohe Selbstbeteiligung, und ein bisschen mehr zu zahlen, um die zu senken, lohnt sich meistens.
- Kaution: Die meisten Vermieter wollen eine Kaution per Karte, wie hoch, hängt von der Versicherung ab, die du wählst.
- Bevor du losfährst: Geh mit dem Mitarbeiter einmal ums Auto und fotografier jeden Kratzer, die Reifen und die Tankanzeige. Zehn Minuten jetzt ersparen dir später eine lange Diskussion.
Dein Führerschein
Einen europäischen oder britischen Führerschein akzeptieren die Vermieter meistens auch allein. Normalerweise musst du mindestens 21 sein und den Führerschein seit ein paar Jahren haben. Ist dein Führerschein nicht in lateinischer Schrift, brauchst du einen internationalen Führerschein, und selbst wenn er es ist, bist du mit einem auf der sicheren Seite: Nicht an jeder Kontrolle werden die Regeln gleich ausgelegt.
Auf der Küstenstraße unterwegs
Die N1 ist die Straße, die an der Küste entlangführt, von Agadir über Aourir, Tamraght und Taghazout weiter Richtung Tamri und Essaouira. Sie ist wunderschön und sie ist voll.
- Rechne mit allem: langsame Lkw, Überholen in unübersichtlichen Kurven, Grand Taxis, die ohne Vorwarnung anhalten, Leute, die über die Straße gehen, und ab und zu eine Ziege.
- Kontrollen sind normal. Die Polizei hält an den Ortseingängen Autos an. Fahr langsam, bleib höflich und hab Pass, Führerschein, Mietvertrag und Versicherung griffbereit.
- Blitzer stehen an Ortsein- und -ausgängen und auf langen Geraden. Halt dich an die Tempolimits.
- Fahr nachts möglichst nicht. Die Beleuchtung ist schlecht, und nicht jeder macht das Licht an.
- Sprit kostet 2026 etwa 15 Dirham pro Liter. Rund um Agadir und Aourir findest du leicht eine Tankstelle, weiter nördlich deutlich schwerer, also tank voll, bevor du Richtung Imsouane fährst.
Parken
Die Gassen in beiden Dörfern sind eng, steil und für Menschen gemacht, nicht für Autos. Park an oder nahe der Hauptstraße und geh zu Fuß rein. Oft steht da ein Mann in Warnweste, der auf die Autos „aufpasst“. Gib ihm ein paar Dirham, wenn du wegfährst. An den Surfspots lass nichts sichtbar im Auto liegen und versteck den Schlüssel nicht am Reifen.
Roller
Hier fahren alle am liebsten Roller, um zwischen den Dörfern und den Spots hin und her zu kommen. In Taghazout bekommst du einen ab etwa 100 Dirham am Tag. Du musst eine Kaution oder deinen Ausweis dalassen.
- Trag einen Helm, immer, auch für fünf Minuten Fahrt. Achte darauf, dass einer dabei ist, der dir wirklich passt.
- Ein Surfboard auf dem Roller zu transportieren ist hier ganz normal, und genau so passieren auch viele Unfälle. Mit einem großen Board oder bei großem Swell und Seitenwind nimm lieber ein Taxi.
- Check vor der Fahrt Bremsen und Reifen und frag, was passiert, wenn er liegen bleibt.
- Schau nach, ob deine Reiseversicherung Roller abdeckt. Viele tun das nicht.
Brauchst du überhaupt eins?
Für eine Woche Surfkurs in Tamraght: nein. Für einen Surftrip, bei dem du jeden Tag dem besten Spot hinterherfahren willst, oder wenn ihr als Gruppe unterwegs seid: wahrscheinlich ja. Durch vier geteilt ist ein Auto oft günstiger als Taxis. Und für alles dazwischen reichen die Grand Taxis und die Küstenbusse völlig.